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23
Mär
2006

button_runner3Bei irgendeinem Lauf während des Vorbereitungstrainings auf die 2. Halbserie zu Beginn des Jahres 2002 reifte in mir der Gedanke; man könnte doch einmal im Leben an einem Marathonlauf teilnehmen. 'So schwer kann das ja nicht sein.'  Auslöser war wohl meine damalige gute konditionelle Verfassung.

Zwei Sachen halfen mir ungemein bei der Umsetzung des "Planes". Zum Einen meine Veranlagung zum Ausdauersport - ich hasse Sprints. Und zum Anderen meine damalige Banknachbarin beim Abi, Denise B. Sie legte als gelernte Sport-Physiotherapeutin fest, in welcher Intensität welche Art von Lauftrainingseinheiten ich zu absolvieren hatte. Alles in allem kamen so zwischen Februar und Oktober etwa 1.000 km Laufstrecke zusammen. Das Training war auf eine Endzeit von etwa vier Stunden für die 42,195 km ausgerichtet. Dass nebenbei noch regelmäßig der Ball rollte und die Abiprüfungen im April und Juni zu bewältigen waren, machte die Sache nicht einfacher.

Um mich an die anvisierte Endzeit von vier Stunden heranzupirschen, standen unter anderem auch zwei Testläufe unter Wettkampfbedingungen auf dem Plan. Der erste war der 23. Tharandter-Wald-Lauf am 14.9.2002. Er führte über eine Strecke von 20 km durch sehr hügeliges Gelände. Bei spätsommerlichem Wetter schaffte ich den 87. Platz  von 139 gestarteten Teilnehmern in der Zeit von 1:39:21h.
Anfang Oktober startete ich dann über 10 km beim Röderlauf Großenhain. Mit der erreichten Zeit von 40:01min war ich zufrieden und gewappnet für den 4. Dresden-Marathon am 20. Oktober 2002.

marathon5In Vorbereitung auf diesen Tag legte ich sogar noch eine spezielle Kohlenhydratdiät ein. Ob es was geholfen hat weiß ich nicht. Jedenfalls war es zur Startzeit gerademal 5°C warm, so dass ich kurzzeitig überlegte in langen Trainingshosen zu starten. Ich tat es nicht und behielt kurze Hosen an. Die Aufregung vor dem Start war kaum zu verbergen, doch im Pulk der vielen tausend Starter ging es mir nicht allein so. Um 10 Uhr fiel der Startschuss und langsam setzte sich das Feld in Bewegung.

Quer durch die historische City ging es Richtung Großer Garten. Alle fünf Kilometer gab es einen Verpflegungsstand, den ich auch fast jedesmal nutzte, denn eines wollte ich vermeiden: den berühmt, berüchtigten Hungerast. Das Feld zog sich mit jedem Kilometer weiter auseinander und ich versuchte die erste Hälfte des Laufes nicht zu überpowern. Mittels Pulsuhr war das einigermaßen zu kontrollieren. Faszinierend, wie viele Menschen den Weg säumten und immer wieder klatschten und die Läufer anspornten. Verschiedene Cheerleadergruppen an der Strecke boten noch was "fürs Auge". Während des Großteiles der 42 Kilometer fiel mir immer wieder mal ein Läufer besonders auf. Er war mit Fotoapparat unterwegs und nutzte diesen reichlich. Auch stoppte er ab und zu mal, um sich mit Zuschauern kurz zu unterhalten. Anhand der Rückennummer fand ich später heraus, dass es sich um Manfred Steffny, Olympiateilnehmer im Marathon 1972, handelte.

Nach knapp 1:50h erreichte ich zum ersten Mal Start und Ziel, also war die Hälfte geschafft und ich lag voll im Soll. Nun die ganze Strecke noch einmal. Als es dann etwa bei Kilometer 33 zum zweiten Mal in den großen Garten ging, merkte ich, wie meine Waden sich nach und nach verfestigten. Um das nicht zum Problem werden zu lassen, stellte ich meinen Laufstil ein wenig um. Es sah bestimmt komisch aus, aber es half. Ich hatte nun das Gefühl nicht mehr so flott unterwegs zu sein, jedoch war das nicht der Fall. Die Kilometerzeiten hielten sich relativ konstant.
Etwa zwei Kilometer vor dem Ziel am Käthe-Kollwitz-Ufer gab es noch eine letzte Verpflegungsstation. Nun ging es auf zum Endspurt. Erstaunlicherweise setzten sich umso  mehr Kräfte frei, je näher ich dem Ziel kam. Der letzte Kilometer war dann wohl der schnellste des gesamten Laufes. Hunderte Zuschauer bejubelten die Läufer auf der Zielgeraden. So beflügelt und mit Endorphinen "vollgedröhnt" war ich happy über die Zeit von 3:40:47h und Platz 265.

Eine schwere Oberschenkel- und Knieverletzung im Januar 2003 ergab dann leider, dass meine Knie sehr stark abgenutzt sind und weiterer Laufsport zu irreparablen Schäden führen wird. So gern ich auch mal den Oberelbe-Marathon gelaufen wäre, aber diese Diagnose führte dazu, dass ich mich seitdem nur noch auf das Fußballspielen konzentriere - und das auch nur noch in reduziertem Umfang.

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