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03
Feb
2010
storch1Görsbach, ein am Nordrand des Kyffhäusergebirges gelegenes kleines Dörfchen mit gut 1.000 Einwohnern, nennt man zuweilen auch das Storchendorf. Storchendorf deshalb, weil dort einige Störche ihr Sommerquartier aufgeschlagen haben und auch weil schon seit einigen Jahren ein Storch aus dem hohen Norden überwintert. Dieser Storch, der eigentlich eine Störchin ist und inoffiziell den Namen "Jette" trägt, ist dabei völlig gesund und munter. Um so erstaunlicher, dass er nicht wie seine vielen Tausend Artgenossen vor dem nördlichen Winter ca. 10.000 km weit in den Süden flüchtet, sondern sein Winterquartier ziemlich regelmäßig in Nordthüringen aufschlägt.
Dabei machten ihm bisher weder eisige minus 20°C noch ein örtlicher Wintersturm mit abgedeckten Dächern über Görsbach vor drei Jahren etwas aus. Grund für sein (oder besser gesagt ihr) Hierbleiben dürfte der Lebenslauf der Störchin sein.
Laut Beringung schlüpfte das Tier im Jahr 2000 am Bodensee - jedoch so spät, dass es den Anschluss an die in den Süden fliegenden Tiere verpasste. Da es nun zu spät für die lange Reise war, blieb der Vogel einfach da und überstand den Winter unter anderem dadurch, dass er sich nachts auf die Straßenlaternen setzte und die Wärme nutzte. Dies tut er heute noch in Görsbach, jedoch mit dem Unterschied, dass die von ihm benutzten Laternen außer Betrieb sind. Scheinbar ist er aus seiner Kindheit so stark geprägt, dass ihm das nichts ausmacht.
Um sein Futter braucht der Storch sich auch im Winter keine Sorgen zu machen. Mindestens zweimal täglich wird er von ortsansässigen Helfern gefüttert. Meist mit Fisch oder mit Küken, die er am meisten mag. Nicht so gern frisst er nach Aussage der Dorfbewohner zum Beispiel Hühnerklein.
Wenn dann der Frühling wieder Einzug hält, zieht es den Storch auch wieder in sein angestammtes Quartier. Das Storchennest im nordvorpommerschen Langenhanshagen ist dann sein Zuhause. Gute 10 Kilometer südlich der Ostseeinsel Zingst beginnt die Störchin mit der Nestvorbereitung und wartet auf ihren aus dem Süden kommenden Storchengatten.
Bleibt zu hoffen, dass die südliche Wärme dem Storch nicht zu sehr fehlt und er sein arttypisches Alter von etwa 30 Jahren erreichen kann.

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