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09
Jan
2008
wetter1.jpgDie nachfolgenden Aufzeichnungen des Wetters für das Jahr 2007 stammen vom Wetterbeobachter G.Kobel aus Ortrand und erschienen im Grenzland-Anzeiger Ausgabe G44 vom 22.12.2007. Das Einverständnis zur Veröffentlichung liegt vor.

Es war erneut ein Jahr, das zeigt, wie abwechslungsreich das Wetter sein kann. Darüberhinaus purzelten auch Rekorde von Messwerten bei Niederschlägen, Temperaturen und Windgeschwindigkeiten. Das führte immer wieder zu großen Problemen in der Landwirtschaft, im Verkehr auf Straßen und Schifffahrtswegen, und im Flugverkehr.
Unser diesjähriges Wetter war geprägt von einem sehr milden Winter, in dem sich im Januar das über uns hinweggezogene Sturmtief "Kyrill" entwickelte. Außergewöhnlich dann der Frühling, in dem es in manchen Orten unserer Region vom 25. März bis zum 6. Mai keinen Niederschlag gab. Dem folgten der sintflutartige Regen mit dramatischen Überschwemmungen im Mai. Bis dahin kam es in Deutschland zu Toten, Verletzten und enormen Schäden durch Unwetter und gefährliche Wetterlagen. Wir alle waren gespannt, wie es sich im Sommer und im weiteren Jahresverlauf entwickeln würde.
Hier nun die wichtigsten Daten. Der Dezember 2006 war sehr mild. Es gab nur vier Frostnächte mit einem Tiefstwert am 28.12.06 von -4°C. Dafür elf Tage mit Temperaturen im zweistelligen Bereich. Spitzenwert war mit 15°C der 5.Dezember. Weihnachten war mild und trübe. Der erste Schnee fiel am 28. mit drei Zentimeter, der dann bis Silvester wieder weggetaut war. Nachgereicht sei noch die Niederschlagsmenge 2006. Sie betrug 504 Liter pro Quadratmeter, über 100 Liter weniger als der langjährige Durchschnitt.
Der Januar 2007 brachte uns bis zum 22.1. keinen Frost. Durch Luftdruckgegensätze und für die Jahreszeit sehr hohen Temperaturenvon 15°C entwickelte sich das Sturmtief "Kyrill". Ein kurzes, sehr heftiges Gewitter mit Hagel am Abend des 18. Januarund orkanartige Stürme auch am Folgetag richteten schwere Schäden an Gebäuden und auch in der Natur an. Mancher Ort war in der Nacht ohne Strom und Wasser. Dann folgte ein kurzes Winterintermezzo mit zwei Eistagen und 5 Frostnächtenbis -10°C als Tiefstwert und 13 cm Schnee (4 Tage geschlossene Schneedecke). 73mm Niederschlag waren an 26 Niederschlagstagen eine gute Ausbeute.
Der Februar war wiederum sehr mild. Nur in 8 Nächten leichter Bodenfrost und an 2 Tagen lagen 4 cm Schnee. Schneeglöckchen und Krokus blühten sehr zeitig, ab Mitte des Monats. Der Niederschlag betrug 49 mm.
Der März war ein sehr schöner Vorfrühlingsmonat. Die Sonne schien an 17 Tagen und ließ die Temperatur auf 19°C ansteigen. Nur selten gingen in klaren Nächten die Werte bis in Gefrierpunktnähe herunter. Es fielen 53 mm Regen. Forsythien begannen Mitte März und Pfirsiche ab dem 25. zu blühen.
Der April war vom Wettergeschehen betrachtet ein sehr langweiliger Monat. Nichts zu spüren von dem sonst so launischen Monat. Keine Stürme - keine Schneeschauer - kein Nebel, ja das deprimierende - kein Niederschlag. Einen so trockenen Monat hat es seit meinen Aufzeichnungen noch nicht gegeben. Die am 10. und 24. April gefallenen Tropfen waren nicht messbar. - 22 Tage kein Regen. - Fast täglich schien die Sonne und ließ die Temperatur auf sommerliche Werte ansteigen. Traktoren mit ihren Maschinen waren auf den Feldern bei ihrer Arbeit von unübersehbaren Staubwolken eingehüllt. Ab Mitte des Monats blühten Kirsch-, Birnen-, Plfaumen- und Apfelbäume. Die in den klaren Nächten bis zum Gefrierpunkt absinkenden Temperaturen richteten in gefährdeten Gebieten Schäden bei der Erdbeerblüte an. Vermehrt trat bei den Edelpfirsichen die gefürchtete Kräuselkrankheit auf. Ein total verrückter Frühling. Erst lange, lange kein Regen.
Dann im Mai Niederschlagsrekord seit mehr als 20 Jahren. Es wurden 130 mm gemessen.Besonders starke Gewitter am 14., 22., 27., und 28. waren von heftigen Stürmen und starkem Platzregen begleitet. Sturm- und Wasserschäden gab es besonders in Ortrand. Innerhalb weniger Stunden fielen 61 Liter pro Quadratmeter, das war sonst die gesamte Monatsration. Gräben und Abwasserleitungen konnten diese Massen so schnell nicht aufnehmen. Das Gute: die Waldbrandgefahr war damit vorerst gebannt. Es gab 9 Sommer- und 5 Hitzetage.
Auch der Juni gestaltete sich wechselhaft. Mit 10 Sommer- und 10 Hitzetagen (bis 33,8°C) war es sommerlich warm bis es in der letzten Woche mit weniger als 20 Grad recht kühl wurde. Satte 73 mm Regen fielen an 15 Tagen. Über Ortrand gingen z.B. wieder beachtliche 9 Gewitter nieder. Durch das feuchte, warme Wetter erholte sich die Natur wieder. Nach der Siebenschläferregel musste es einen durchwachsenen Sommer geben, mit Regen und wechselnden Temperaturen.
Und der Juli war so, wie es die Regel voraussagt. Das Auf und Ab der Temperaturen und die überdurchschnittliche Regenmenge von 100,5 mm prägten den Monat. So pendelten die Tagestemperaturen zwischen niedrigen 17°C und heißen 37°C (12 Sommer-, 8 Hitze- und 1 Tropentag). Die 37,2°C wurden am 16. Juli erreicht. Die gute Niederschlagsverteilung ließ keine Trockenheit aufkommen. Garten- und Feldfrüchte gediehen gut. Mückenplage kam trotz der Feuchte nicht auf.
Im August wurden 19 Sommertage registriert. Von den 3 Gewittern war das am Abend des 20. besonders heftig. Innerhalb weniger Stunden fielen 42 mm. Die Krautfäule an Tomaten trat aufgrund des sehr feuchten Wetters in der letzten Woche auf.
Das Wetter in den beiden Herbstmonaten: September und Oktober gestalteten sich ruhig und angenehm. Gefährliche Stürme und dichter, verkehrsbehindernder Nebel blieben aus. Die ersten Bodenfröste traten am 14. und 22.10. mit -3°C auf. Die überdurchschnittliche Septemberniederschlagsmenge von 95 mm wurde im Oktober durch nur 12 mm ausgeglichen. Die Pilzausbeute war bis weit in den Oktober hinein teilweise sehr gut. Abermals erfreute uns eine langanhaltende Laubfärbung.
Mit Beginn des Novembers begann, wie man es eigentlich auch nicht anders erwarten kann, trübes und schmuddeliges Wetter. Es regnete bis zum 14.11. täglich. Alle waren wir über den zeitig, am 11.11. (Martinstag) einsetzenden Schneefall überrascht. 3 cm nasser Schnee bedeckte den Boden. Doch wie war das noch? "Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter weiß und hart."
Die Gesamtniederschlagsmenge von Januar bis einschließlich November betrug 738 mm. Das sind jetzt schon ca. 100 mm über dem langjährigen Mittelwert; also auch eine gute Ausbeute für die Flutung der Niederlausitzer Seenkette.
Wenn Weihnachten kein Schnee liegt, so sagt man immer wieder: "...früher war das ganz anders, da knirschte der hohe Schnee nur so unter den Stiefeln...". Sieht man sich aber die aufgezeichneten Wetterdaten der vergangenen Jahrzehnte genauer an, so stellt man fest: die seltenen Jahre, in denen zwischen Heiligabend und Silvester Schnee lag, überdecken das häufigere Tauwetter. Seit langem dringt in rund drei von vier Jahren um Weihnachten herum Warmluft nach Europa vor und lässt die vorhandene Schneedecke schmelzen.
Hier einmal Weihnachten der vergangenen 7 Jahre aufgelistet:
  • 2006: trübe, kein Schnee, kein Frost
  • 2005: Schnee überpudert, leichter Frost
  • 2004: trübe, mild
  • 2003: kein Schnee, leichter Nachtfrost
  • 2002: 2 cm Schnee, leichter Nachtfrost, Glatteis
  • 2001: 15 cm Schnee mit Verwehungen, bis -9°C
  • 2000: 2 cm Schnee, leichter Nachtfrost
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