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27
Dez
2009

weather-few-cloudsDie nachfolgenden Aufzeichnungen des Wetters für das Jahr 2009 stammen vom Wetterbeobachter G.Kobel aus Ortrand und erschienen im Grenzland-Anzeiger Ausgabe G52 vom 23.12.2009. Das Einverständnis zur Veröffentlichung liegt vor.

Mal ehrlich, geht es Ihnen nicht auch so, man neigt unbewusst zur Assage: "Wie schnell doch das Jahr wieder vorübergeht. Kaum war Sommer und Herbst ist schon wieder Winterzeit." Mit dem Totensonntag geht das Kirchenjahr schon zu Ende. Es ist der Tag, an dem wir an den geschmückten Gräbern unserer lieben Verstorbenen für einen Moment inne halten. Auch an dem vorangegangenen Volkstrauertag gedachten wir der vielen Millionen Toten, die besonders in den beiden Weltkriegen oft qualvoll und völlig sinnlos von machtbesessenen Anführern ins Verderben getrieben wurden.
Kaum zu glauben, dass am Totensonntag des letzten Jahres in Ortrand die Gräber bei Nachttemperaturen von -1 Grad mit 8cm Schnee bedeckt waren. Hier noch ein paar Bemerkungen zum Dezemberwetter des letzten Jahres. Es war ein ruhiger Weihnachtsmonat mit 11 Frostnächten. Am 12. Dezember lagen 4 cm Schnee und am 30. ging die Temperatur bis auf -8,2 Grad zurück. Durch die 45 mm gefallene Niederschläge erhöhte sich die Jahresmenge auf gute 703 l/qm. Das waren rund 50 l/qm über dem längjährigen Mittelwert. Es waren wiedermal grüne Weihnachten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Mit frostigen 7 Grad und leichtem Schneefall begann das neue Jahr. Mit kleinen Unterbrechnungen hielt dann schönstes Winterwetter bis zur letzten Februarwoche Einzug. Besonders erwähnenswert war die super Schneelage von bis zu 16 cm in der ersten Januarhälfte und dann nochmal 10 cm Ende Februar. Am kältesten war es am 7.Januar mit -19,2 Grad. Die Niederschläge im Januar und Februar betrugen 85 mm.
Der Frühlingsmonat März war sonnenscheinarm, dafür aber niederschlagreich. An 20 Tagen fielen 61 l/qm. Wegen des teilweise noch gefrorenen Bodens gab es vielerorts entsprechende Staunässe auf Wiesen und Feldern. Heftige Schneeschauer und leichter Bodenfrost läuteten den Frühling ein. Das Erwachen der Natur wurde in diesem Jahr durch den lang anhaltenden Winter und die niedrigeMärztemperaturen verzögert. Außergewöhnlich zeigte sich der sonst so launische April. An 27 Tagen schien die Sonne und Regen war mit nur 3 mm Mangelware. Eine Durchschnittstemperatur von 13,2°C konnte ich bei meinen frühreren Aufzeichnungen noch nicht feststellen. Seit Mitte des Monats galt schon die Waldbrandwarnstufe "4" und es blühten fast alle Obstbäume gleichzeitig. Das sehr trockene Wetter hielt bis Mitte Mai an. Gewitter und Niederschläge am 21. und 22. leiteten eine kühle und regenreiche Periode ein und die 65 l/qm waren wie eine Erlösung.
Die "Eisheiligen" brachten bei uns keinen Frost. Das niederschlagreiche und mäßig warme Wetter blieb uns auch im Juni erhalten, so dass sich die Natur von der argen Trockenheit des Frühjahres gut erholen konnte. Alles grünte und blühte wieder üppig. Den ersten Hitzetag des Jahres gab es am 10. Juni mit 32,6 Grad. Im Hochsommermonat Juli wechselten kühle und warme Phasen. Durch gut verteilte 88 mm Regen gab es keine Trockenperiode. Es traten erste Krautfäuleschäden bei Tomaten und Kartoffeln auf. Tolles Sommerwetter brachte uns der August. Es schien häufig die Sonne, es gab keine Gewitterunwetter und die 57 mm Regen fielen gut verteilt. Auch der September machte uns wettermäßig keinen Ärger. Es war ein schöner, sonnenreicher und warmer Herbstmonat, ohne Herbststürme und mit weig Nebel. Für das Einbringen der Hackfrüchte, Obst und Gemüse einfach ideal. Die Ernte war allgemein wegen des günstigen Wetters in der Wachstumsperiode recht gut und die Qualität ließ kaum Wünsche offen.
Der Oktober zeigte sich trübe mit langsam einsetzender Laubfärbung und erstem Bodenfrost bei -1,4 Grad. Erwähnenswert ist der Kälteeinbruch besonders in den höheren Lagen Sachsen Mitte Oktober mit bis zu 20 cm Schnee. Nach früheren Voraussagen müsste das erlebte Oktoberwetter einen lang anhaltenden, strengen Winter nach sich ziehen. Ob es so wird, das bleibt aabzuwarten. Im trüben November konnte sich die Sonne trotz immer kürzer werdender Tage häufig behaupten. Die um den 17, und 23. November vom Deutschen Wetterdienst herausgegebenen Sturm- und Orkanwarnungen trafen uns nicht. Der Monat verlief durchweg frost- und schneefrei. Die milden Temperaturn mit bis zu 15 Grad hatten fast frühlingshaften Charakter. Das belegt auch Temperaturmittelwert für die Region Ortrand-Gröditz von 7,64 Grad (März 6,43 Grad). Die Regenmenge betrug 67 mm. In den bisherigen 11 Monaten diesen Jahres fielen 648 mm, das ist überdurchschnittlich. Die Jahreshöchsttemperatur wurde am 2. August mit 32,7 Grad gemessen und der Tiefstwert lag am 7.1. bei -19,2 Grad. Es wurden 50 Sommertage, 18 Hitzetage und 21 Gewitter registriert.
Insgesamt können wir mit dem Wettergeschehen in unserer Region sehr zufrieden sein. Wir blieben von Unwettern verschont und mit den wetterabhängigen Erträgen in Feld und Garten kommen wir gut über den Winter. Der immer wieder kehrende Wunsch nach der weißen Weihnacht ist auch jetzt wieder aktuell. Konkrete Aussagen über das Weihnachtswetter können jetzt weder der Deutsche Wetterdienst noch wir und schon grad nicht der 100-jährige Kalender machen. Wie auch immer: Eine schöne Weihnachtszeit bei guter Gesundheit und schon jetzt einen Guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht Ihnen ihr Wetterbeobachter Günter Knobel.

Günther Knobel

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